Promotion & Publishing im 21. Jahrhundert

von csett86

Wie soll man heutzutage Musik promoten, in den Zeiten von DSDS und Tokio Hotel? Ist das Internet, also iTunes, Podcasts und CreativeCommons der richtige Weg? Wie ist es um den Schutz der Stücke bestellt, was sagt die GEMA?

Dazu ein paar Gedanken:

Musikdienste, um die Musik verfügbar zu machen:

  • http://podsafemusicnetwork.com
    Stellt die Stücke nicht-exklusiv für Podcasts zur Verfügung, d.h. podcasts weltweit dürfen die Stücke kostenlos spielen, müssen jedoch den Künstler jeweils beim Stück nennen und an das podsafemusicnetwork melden, welche Stücke sie wann gespielt haben. Desweiteren ist es anderen Künstlern erlaubt, Mashups aus den Stücken zu erstellen.
  • http://tunecore.com
    Bringt die Musik in den iTunes Music Store und zu Real Rapsody. Ebenfalls nicht-exklusiv, alle Erlöse fließen an den Künstler, wie hoch diese sind, darf tunecore rein rechtlich jedoch nicht verraten. Kostet pro Lied 1$ einmalig und pro Album 8$ jährlich.
    Nachteil: Man muss zusätzlich ein physikalisches Album in die USA schicken.
  • http://garageband.com by mod86
    Musikcommunity mit 164.000 Bands und 626.000 Mitgliedern, hier kann man kostenlos Musik hochladen und bekommt podcast-feed für die einzelnen Stücke
  • http://uptraxx.de by mod86
    Ebensfalls sehr große Musikcommunity, vorallem Trancelastig, alle anderen Genres jedoch auch gut vertreten. Ebenfalls nicht-exklusiv.
  • http://cdbaby.com
    Anbieter, über den man echte CDs mit Cover usw. postomäßig günstig in alle Welt verkaufen kann, zu einem Preis, den man selbst festlegt. Ebenfalls nicht-exklusiv. Auch mit Möglichkeit, die Alben in iTunes, Rapsody, SonyConnect, MusicMatch, Napster usw. zu bringen.
    Nachteil: 35$ einmalig pro CD und 4$ behalten sie pro verkaufter echter CD und man muss fünf CDs in die USA schicken.

Lizenzfragen©:
Grundsätzlich gilt, dass durch das Urheberrecht die Musik geschützt ist, weltweit. Auch ohne GEMA oder andere Banditen. Man kann den Schutz und die Lizenz jedoch auch selbst bestimmen, dafür bietet sich CreativeCommons an. Wegen der GEMA noch einen Nachtrag: Solange man nicht bei der GEMA registriert ist, kann sie einem auch nicht in die Quere kommen, also so lange man keinen „richtigen“ Plattenvertrag besitzt, ist man da auf der sicheren Seite. Erst dann wird es kritisch, denn die GEMA fordert einen exklusiven Vertrag, sodass man dann seine Musik nicht mehr kostenlos zum download anbieten kann.

  • http://creativecommons.org/
    Stellt Lizenzen zur Verfügung, mit denen man selbst festlegen kann, was mit den eigenen Werken passieren soll. Also ob kommerzielle Verwendung der Musik erlaubt ist oder ob man die Musik neu mixen darf oder ob sie als Soundtrack in einem Film verwendet werden darf und unter welcher Lizenz dann der Mix/Film stehen muss.

Promotion:
Meiner Meinung nach am Besten, wenn man zu der Musik einen Blog betreibt, in den man dann auch Anmerkungen und Interpretationen oder die Entstehungsgeschichte schreibt. Wenn man dann noch über andere Themen schreibt, die einen persönlich interessieren und dadurch Interesse weckt, kann die Musik auch gefunden werden, wenn der Blog entsprechend bekannt wird.
Ein teil der Promotion sollte auch darüber möglich sein, dass die Musik in Podcasts gespielt wird und so zumindest in der Podcastingszene bekannt wird.
In einem Blog kann man dann auch direkt die Musik zum Download anbieten oder man gibt zumindest einzele Stücke mit CreativeCommons Lizenz frei.
Andere Möglichkeit ist Folgendes: Man bietet seinen Musik häppchenweise als Podcast an, wird dadurch automatisch in dem iTunes Podcast-Verzeichnis eingetragen und bekommt so vielleicht auch Hörer. Ist so weit ich mich jetzt erinnern kann auch relativ neu, mir fällt jetzt grad niemand ein, der schonmal ein ganzes Album als Podcast veröffentlicht hätte.

  • http://blogger.com
    Hier kann man einfach und unkompliziert einen Blog betreiben, mit mehrern Kategorien, komplett anpassbarem Design und automatischer Veröffentlichung bei blogdiensten wie weblogs.com. Außerdem können Blogposts per email veröffentlicht werden, wenn man nicht die ganze Zeit online sein mag oder irgendwo offline etwas schreibt (z.B. im Auto). Schließlich stellt Blogger.com auch gleichzeitig automatisch einen Feed zur Verfügung, über den der Blog gelesen werden kann.
  • http://wordpress.com
    Ebenfalls eine Plattform, über die man den eigenen Blog veröffentlichen kann, zur Zeit kostenlos. Hier kommt die mächtige und moderne Blog-Software WordPress zum Einsatz, natürlich sind mehrere Kategorien usw. möglich.
    Das Besondere an WordPress ist eigentlich, dass es erlaubt, feste Seite einzurichten, sodass man den Blog gleichzeitig als Homepage mit statischen Inhalt betreiben kann und ein CMS für kleinere Homepages überflüssig wird.
    Natürlich unterstützt auch WordPress.com die automatische Eintragung in Blog-Dienste und -Verzeichnisse.
  • http://feedburner.com
    Anpassung und Verbesserung von Feeds, Umwandlung von Feeds und Benachrichtung von technorati.com bei neuen Posts. Außerdem die Möglichkeit, Geld über „Google Adsense for Feeds“ zu Verdienen. Schließlich noch die Möglichkeit, die eigenen Flickr.com – Fotos, die News von digg.com oder die Bookmarks von del.icio.us in den Feed zu integrieren
  • http://castblaster.com
    Einfach zu bedienendes Tool, um selbst Podcasts zu erstellen, kümmert sich um alle technischen Details, die bei Podcasts noch wichtig sind. Version, die Podcasts auf 10 Minuten Länge limitiert, ist kostenlos.
  • http://podhost.de
    Hier kann man pro Monat kostenlos 30MB an podcasts neu hochladen, keine Trafficbegrenzung, keine Speicherplatzbegrenzung. Außerdem bekommt man direkt einen Weblog kostenlos dazu, z.B. http://benada.podspot.de
  • http://partnershop.de
    Eigentlich Vermittlung von DSL und Hostingangeboten, man bekommt jedoch einen 50€ Google Adwords – Gutschein bei der Anmeldung und geht keine Verpflichtungen ein.

Kreativität:
Das wichtigste, das man bei den ganzen Überlegungen nicht vergessen sollte ist, dass man die Musik nicht für jemand anders machen sollte, sondern für einen selbst, dazu folgende Geschichte: http://www.gapingvoid.com

Diese Liste erhebt überhaupt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist lediglich eine kurze Sammlung zu dem Thema. Ich bin mir sicher, du weißt noch bessere Methoden, sich das Internet zu Nutze zu machen, also schreib sie in die Kommentare oder blog sie selbst.