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Informatik et al.

Monat: April, 2006

Musiker stellen sich gegen DRM und Plattenfirmen

Mit Gründung der "Canadian Music Creator Coalition" (CMCC) melden sich kanadische Musiker, Songschreiber und Produzenten im Lobbykampf um ein schärferes Urheberrecht und Tauschbörsen zu Wort, denn, so die Künstler, die Lobbyisten der großen Plattenfirmen würden ihre Interessen eben nicht vertreten. Die CMCC lehnt Klagen gegen Fans sowie die zunehmende Kopierschutz- und DRM-Systeme ab, sie seien eben nicht in ihrem Interesse.

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Ich finde, das ist genau das richtige Zeichen in Zeiten, in denen DRM und DCMA auch noch verschärft werden sollen. Wenn sich schon die Musiker gegen das sog. Urheberrecht in seiner jetzigen Form auflehnen, dann ist das nicht der richtige Weg. Es kann nicht sein, dass das Urheberrecht nicht im Sinne der eigentlichen Urheber sondern im Sinne einer Industrie ist.

Auch die deutsche Initiative "Respect the Music" wendet sich gegen das aktuelle Urheberrecht und die Kriminalisierung von Musikfans. 

Miriam Triebel: Einzelhandelsgroßprojekte aus Sicht der Raumplanung – Beispiel FOC Ingolstadt Village

„Noch schöner können wir Ingolstadt nicht machen. Aber ab 29.9. noch attraktiver.“
Diese ganzseitige Anzeige ließ Value Retail am 29. September im Donaukurier schalten, als nach langjährigem Tauziehen das Factory Outlet Center „Ingolstadt Village“ schließlich eröffnet werden konnte. Der Artikel in derselben Zeitung war hingegen mit folgenden Worten überschrieben: „Das Ende eines ‚Glaubenskrieges’“.

In Miriam Triebels Arbeit hingegen soll nun versucht werden, das vorwiegend emotional diskutierte Thema Factory Outlet Center sachlich zu beleuchten.

Dabei stellte sich als erstes die Frage: Was ist überhaupt ein FOC? Diese in Deutschland kaum etablierte Angebotsform wurde zunächst untersucht und von ähnlichen Betriebstypen abgegrenzt, um eine eindeutige Basis für die Analyse zu schaffen. Darauf folgen eine kurze Zusammenfassung der Geschichte des FOCs in den USA, in Europa und in Deutschland, sowie ein Vergleich zwischen amerikanischen und deutschen Hersteller-Direktverkaufszentren, um die Entwicklung dieses Betriebstyps darzustellen. Anschließend untersuchte sie das hiesige Factory Outlet Center „Ingolstadt Village“ unter den gleichen Kriterien, mit denen die Angebotsform allgemein dargestellt wird.

Danach kamen die Befürworter und Gegner des Hersteller-Direktverkaufszentrums zu Wort. Ihre Argumente wurden unter logischen Aspekten genau untersucht und bewertet. Anschließend wurde versucht, die Argumente abzuwägen und die Frage zu klären: FOC – Fluch oder Segen für Ingolstadt? Warum es zwölf Jahre gedauert hat, bis das Factory Outlet Center gebaut werden konnte, wurde im nächsten Gliederungspunkt erörtert, in dem das Raumordnungsverfahren beschrieben wurde. Hier wurde auch geklärt, inwieweit ein Hersteller-Direktverkaufszentrum wie „Ingolstadt Village“ mit den raumordnerischen Leitvorstellungen in Deutschland vereinbar ist und wie die Raumordnung mit Hilfe eines Städtebaulichen Vertrages und anderer Mittel dafür sorgen kann,dass ein Factory Outlet Center möglichst verträglich angesiedelt wird.

Abschließend werden anhand der Erfahrungen mit anderen Hersteller-Direktverkaufszentren mögliche Auswirkungen des FOCs auf Ingolstadt dargestellt.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die komplette Arbeit hier herunterladen und ansehen:

Einzelhandelsgroßprojekte aus Sicht der Raumplanung – Beispiel FOC Ingolstadt Village (5,73 MB – pdf)

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass das die Facharbeit mit 15 Punkten bewertet wurde.

Weitere Fotos aus München

Bei Flickr gibt es noch ein paar mehr Fotos vom Landeswettbewerb:

Jugend forscht Set bei Flickr.com

edit: Jetzt alle Fotos aus München, von mir und anderen, in einer Gruppe zusammengefasst:

Jugend forscht Group bei flickr

Encyclopodia und Robert

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Erster Platz im Fachgebiet Mathematik: Robert Bamler mit dem „Lexikon in der Hosentasche“, der Encyclopodia

Arbeitswelt bei Jugend Forscht

Arbeitswelt bei Jugend Forscht

So da der Landeswettbewerb Bayern dieses Jahr aus: Direkt unter Düsentriebwerken und zwischen Helikoptern, anstatt wie jedes Jahr in der Bibliothek. Eine erfrischende Abwechlung

Encyclopodia gewinnt Landeswettbewerb jugend forscht Bayern

Robert Bamler gewinnt mit seiner herausragenden Arbeit im Landeswettbewerb "jugend forscht" in München. Damit wird die Encyclopodia beim Bundeswettbewerb 2006 in Freiburg vertreten sein und sich dort im Fachgebiet Mathematik/Informatik mit den anderen Arbeiten messen müssen.

Die Encyclopodia verfolgt das Ziel, aus dem iPod ein mobiles Nachschlagewerk zu machen. Dazu wurde ein eigenes ebook – Format für den iPod entwickelt und mit Hilfe des ipodlinux-Projekts eine modular aufgebaute Darstellungssoftware für den iPod geschrieben. Diese erlaubt es, nach bestimmten Begriffen zu suchen, und zeigt die Wikipedia-Artikel speziell aufbereitet für den kleinen Bildschirm des iPods dar.

Die saubere technische Umsetzung und die wirklich herrausragende Eigenleistung von Robert Bamler bewegten die Jury dazu, diese Arbeit mit dem ersten Platz auszuzeichnen. Dazu kann ich nur sagen: Sehr richtige Entscheidung, ich persönlich räume dem Encyclopodia-Projekt sogar Chancen auf den Bundessieg ein, da die Lösung von Robert in sich abgeschlossen ist, außerdem funktional und einfach zu bedienen und bereits jetzt großes internationales Interesse an dem Projekt gezeigt wurde.